Tödliche Oliven

Tödliche OlivenEin kulinarischer Krimi von Tom Hillenbrand.
Nach der Lektüre dieses Krimis habe ich mir erst einmal unser Olivenöl in der Küche genau angeschaut. Wo kommt das Öl her, was steht genau auf dem Etikett? Bei uns ist es ein Bio-Olivenöl, das wusste ich, und auch, dass es erste Pressung (extra vergine) ist. Die Herkunft hatte ich mir beim Einkaufen aber nicht so genau angeschaut. Es kommt aus Griechenland, nicht aus Italien, so wie ich es eigentlich erwartet hatte. Das ist vielleicht ganz gut so, denn …

Wussten Sie, dass Italien etwa 300.000 Tonnen Olivenöl produziert, aber 600.000 Tonnen verbraucht und weitere 400.000 Tonnen exportiert? Die Rechnung kann also nicht aufgehen. Ein Teil des Öls wird gemischt mit Olivenöl aus anderen Ländern wie Spanien und der Türkei. Häufig ist vorne auf dem Etikett eine italienische Landschaft oder Villa zu sehen und hinten steht in kleiner Schrift „Mischung von Olivenölen aus …“. So geht das, alles rechtmäßig.

Dass es aber nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht und welche Wege türkisches Öl mit Unterstützung der Mafia nehmen kann, um irgendwann als italienisches bezeichnet zu werden, das erfährt man aus „Tödliche Oliven“, dem neuesten Krimi von Tom Hillenbrand. Es ist bereits der vierte aus der Reihe, in der „Xavier Kieffer“ ermittelt. Kieffer ist ein Koch mit eigenem Restaurant in der Unterstadt von Luxemburg, wo er seinen Gästen Rieslingpaschteit, Bouneschlupp und Gromperekichelcher serviert. Wie zufällig stolpert er immer in die Kriminalfälle hinein. In „Tödliche Oliven“ plant er zusammen mit seinem Schulfreund, dem Wein- und Ölhändler Alessandro Colao, eine Reise in die Toskana, um sich mit Olivenöl und Wein einzudecken. Aber dazu kommt es gar nicht mehr: Alessandro ist plötzlich verschwunden und wird einige Tage später ermordet aufgefunden, in Italien. Was Kieffer bei seinen Recherchen in Italien alles erlebt und wie es dazu kommt, dass er einem brutalen Widersacher siedendheißen Kachkéis (Kochkäse) ins Gesicht pfeffert, liest sich äußerst spannend und unterhaltsam. Nebenbei erfährt man interessante Details über Olivenöl und die italienische und luxemburgische Küche. Mein Fazit: Genau die richtige Lektüre für lange Winterabende.

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