Provenzalische Verwicklungen

Cover Kulinarische Verwicklungen

Ein kulinarischer Krimi von Sophie Bonnet

Dies ist genau die richtige Lektüre für Freunde der französischen Küche. Schauplatz ist ein idyllisches Dorf in der Provence, von dessen Cafés am Marktplatz man den Blick auf den Mont Ventoux genießen kann. Die Ruhe wird empfindlich gestört als ein Mörder die regionalen Rezepte offenbar zu wörtlich nimmt. Er ertränkt den Dorfcasanova in einem Weinfass (Coq au vin), lässt eine Dorfschönheit an einem Braten ersticken (gefüllter Hase). Das ist makaber. Wer sich davon den (Lese-)Appetit nicht verderben lässt, erfährt viel über die Region, seine Bewohner und die heimische Küche. Denn es ermittelt ein äußerst sympathischer Dorfpolizist, der früher Kommissar in Paris war und sich aus Liebe zur Provence in diese Kleinstadt versetzen ließ. Im Zuge seiner Ermittlungen lernt er die Chefköchin des Luxushotels, auf dessen Gelände die Morde passieren, kennen und schätzen, vor allem weil sie ihn gerne an ihren kulinarischen Köstlichkeiten teilhaben lässt. Die Hamburger Autorin Sophie Bonnet schafft es, die französische Landschaft und Küche lebendig werden zu lassen. Wer Lust auf die provenzalischen Genüsse bekommt, findet die im Buch vorkommenden Rezepte auf den Internetseiten des Verlages ...   http://www.randomhouse.de/webarticle/aid49327.rhd

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Die Radiosendung „Gans und gar“ auf WDR5

Ich höre in der Küche beim Gemüse schnippeln und Essen kochen gerne Radio. Eine meiner Lieblingssendungen ist „Gans und gar", immer samstags um 19.00 Uhr. Moderator Thomas Hackenberg, der sich beim Essen von der Maxime „Hauptsache lecker" leiten lässt, trifft auf den Koch und Genussexperten Helmut Gote. Eine halbe Stunde lang unterhalten sich die beiden, die unterschiedlicher gar nicht sein könnten, über ein Thema Rund ums Essen. Ich erinnere mich z.B. an interessante Sendungen über regionale Genüsse (z.B. Ahrregion, Rheinland), saisonale Gerichte (z.B. Pilze) oder Lebensmitteltests (z.B. Räucherlachs).


Am vergangenen Samstag (15.08.) ging es um Blumenkohl, ein Gemüse, das zwar jetzt im August seine Haupterntezeit hat, aber eher zum Wintergemüse gezählt wird. Blumenkohl enthält wie alle Kohlarten sehr viele Ballaststoffe, sowie Vitamin C und wertvolle gesundheitsfördernde Stoffe, die nur in Pflanzen aus der Familie der Kreuzblütler (wozu Kohl gehört) vorkommen. Soweit die ernährungsphysiologische Seite.

Und nun zum Genuss. Wenn ich mit meinen Klienten über Blumenkohl spreche, kommen viel Einwände: ... „macht zu viel Arbeit beim Zubereiten", „hinterher stinkt die ganze Wohnung nach Kohl" und „ich kenne Blumenkohl nur mit einer dicken, fetten weißen Soße und die schmeckt mir nicht". Viele Einwände wurden in der Sendung entkräftet. Die Zubereitung kann ganz schnell gehen, wenn man ein paar Tricks beherrscht. Man braucht nur alles Grüne zu entfernen und kann ihn im Ganzen in einem gut schließenden Topf (z.B. aus Gusseisen) mit ca. 5 cm Wasser im Topf je nach Größe in 20-30 Minuten im Wasserdampf garen. Wer ihn lieber in Röschen zerteilen möchte, schneidet ihn einfach in Scheiben und entfernt den Strunk in der Mitte. Geht ratzfatz.

Einen unangenehmen Geruch verbreitet Blumenkohl nur dann, wenn er zu lange gekocht wird. Also nur so lange kochen bzw. garen bis er bissfest ist. Kurzes Erhitzen hemmt die Geruchsbildung und hitzeempfindliche Inhaltsstoffe bleiben weitgehend erhalten. Und so schmeckt er mir sowieso am besten. Helmut Gote gab auch noch ein paar leckere Zubereitungsideen, die man auf der Internetseite von „Gans und gar" nachlesen kann. Mein Lieblingsrezept finden Sie in meiner Rubrik „Was mein Leben köstlicher macht". Zum Schluss der Sendung heißt es immer „Machen Sie es gut und lecker!" Dem kann ich mich nur anschließen!

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Die Köchin und der Präsident

Nach den schrecklichen Ereignissen in Paris, mal was Schönes aus dieser wunderbaren Stadt.

Die Köchin und der PräsidentDie Köchin und der Präsident (Regie: Christian Vincent, 2012). Wer mit viel Sachverstand und Leidenschaft kocht, kann es weit bringen, sogar bis in den Elysée-Palast. Der französische Präsident sehnt sich nach der Küche seiner Kindheit und engagiert eine Köchin aus dem Périgord, die in seiner Privatküche exklusiv für ihn und ausgewählte Gäste authentische französische Gerichte kochen soll. Mit ihrer charmanten Art und Gerichten wie Rinderfilet im Salzmantel und Wirsingblätter mit Lachsfüllung erobert sie das Herz des Präsidenten, was ihr im Palast aber viele Neider einbringt. Der Film beruht auf der wahren Geschichte von Daniele Mazet-Delpeuch, der ersten weiblichen Köchin im Präsidentenpalast von Francois Mitterand. Sogar eine Ernährungsberaterin kommt im Film vor, nur leider sehr klischeehaft als Spaßbremse, die dem Präsidenten unnötigerweise alle Soßen und Desserts verbietet. Zum Glück finden der Präsident und seine Köchin kleine Auswege in Form von ungestörten Nachtmahlzeiten mit Butterbrot, Trüffeln und Rotwein. Als der Köchin schließlich aus Kostengründen untersagt wird, die Zutaten für ihre Speisen selbst auf dem heimischen Markt zu erstehen, kündigt sie kurzerhand und nimmt einen Job in einer Polarstation in der Arktis an, wo sie ihre Kochkünste frei entfalten kann und damit Begeisterungsstürme hervorruft. Der Film glänzt durch amüsante Dialoge, einzigartige Aufnahmen aus dem Élysée-Palast und kulinarischen Einblicken in die traditionelle französische Küche.

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Tödliche Oliven

Tödliche OlivenEin kulinarischer Krimi von Tom Hillenbrand.
Nach der Lektüre dieses Krimis habe ich mir erst einmal unser Olivenöl in der Küche genau angeschaut. Wo kommt das Öl her, was steht genau auf dem Etikett? Bei uns ist es ein Bio-Olivenöl, das wusste ich, und auch, dass es erste Pressung (extra vergine) ist. Die Herkunft hatte ich mir beim Einkaufen aber nicht so genau angeschaut. Es kommt aus Griechenland, nicht aus Italien, so wie ich es eigentlich erwartet hatte. Das ist vielleicht ganz gut so, denn …

Wussten Sie, dass Italien etwa 300.000 Tonnen Olivenöl produziert, aber 600.000 Tonnen verbraucht und weitere 400.000 Tonnen exportiert? Die Rechnung kann also nicht aufgehen. Ein Teil des Öls wird gemischt mit Olivenöl aus anderen Ländern wie Spanien und der Türkei. Häufig ist vorne auf dem Etikett eine italienische Landschaft oder Villa zu sehen und hinten steht in kleiner Schrift „Mischung von Olivenölen aus …“. So geht das, alles rechtmäßig.

Dass es aber nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht und welche Wege türkisches Öl mit Unterstützung der Mafia nehmen kann, um irgendwann als italienisches bezeichnet zu werden, das erfährt man aus „Tödliche Oliven“, dem neuesten Krimi von Tom Hillenbrand. Es ist bereits der vierte aus der Reihe, in der „Xavier Kieffer“ ermittelt. Kieffer ist ein Koch mit eigenem Restaurant in der Unterstadt von Luxemburg, wo er seinen Gästen Rieslingpaschteit, Bouneschlupp und Gromperekichelcher serviert. Wie zufällig stolpert er immer in die Kriminalfälle hinein. In „Tödliche Oliven“ plant er zusammen mit seinem Schulfreund, dem Wein- und Ölhändler Alessandro Colao, eine Reise in die Toskana, um sich mit Olivenöl und Wein einzudecken. Aber dazu kommt es gar nicht mehr: Alessandro ist plötzlich verschwunden und wird einige Tage später ermordet aufgefunden, in Italien. Was Kieffer bei seinen Recherchen in Italien alles erlebt und wie es dazu kommt, dass er einem brutalen Widersacher siedendheißen Kachkéis (Kochkäse) ins Gesicht pfeffert, liest sich äußerst spannend und unterhaltsam. Nebenbei erfährt man interessante Details über Olivenöl und die italienische und luxemburgische Küche. Mein Fazit: Genau die richtige Lektüre für lange Winterabende.

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Madame Mallory und der Duft von Curry

Madame Mallory und der Duft von CurryMadame Mallory und der Duft von Curry (Regie: Lasse Hallström, 2014 nach einem Roman von Richard C. Morais). Boeuf bourguignon mit Curry, ein französisches Omelett mit Kerbel. Passt das? Ja, es passt. Hassan – der Koch mit indischer Abstammung – bringt mit seiner Intuition frischen Wind in die traditionelle französische Sterneküche. Und ist damit schließlich überaus erfolgreich. Regisseur Lasse Hallström lässt nach dem gleichen Strickmuster wie bei Chocolat alleine durch den Genuss von köstlichem Essen verstockte Menschen geschmeidig und kalte Herzen warm werden. Für mich etwas zu viel Hollywood mit romantischem Sternenhimmel und verklärten Blicken. Trotzdem die schauspielerische Leistung der Hauptdarsteller ist genial, vor allem Helen Mirren in der Rolle der neidischen Madame Mallory gefällt mir. In einer der Schlüsselszenen – sie probiert einen Bissen des Omeletts von Hassan – ist sie nur von hinten zu sehen. Allein durch eine winzige Straffung ihres Rückens ahnt man ihre Verzückung und ihre Verwandlung. Von nun an beginnt für Hassan ein neues Leben.

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Julie & Julia

Julie & JuliaJulie & Julia (USA, 2009, Regie: Nora Ephron): Dieser Film macht Lust darauf, den Kochlöffel wieder öfter selbst in die Hand zu nehmen. Erzählt wird die wahre Geschichte von zwei Frauen, die eines verbindet: Ihre Leidenschaft für das Kochen. Julia Child (Meryl Streep), Ehefrau eines Botschafters, entdeckt in den 50er Jahren Paris und die französische Küche. Weil sie der Meinung ist, dass ein wenig französische Lebensart der US-amerikanischen Küche gut tun würde, verfasst sie ein Kochbuch für Amerikanerinnen. Knapp 50 Jahre später entdeckt die 30-jährige Julie (Amy Adams) dieses Kochbuch und fasst den Entschluss, alle 520 Rezepte in 365 Tagen nach zu kochen und ihre Erfahrungen dabei in einem Blog zu veröffentlichen. Das bringt eine Wende in ihr Leben …

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Babettes Fest

Babettes FestBabettes Fest (Babettes gaestebud, Regie: Gabriel Axel, 1986; nach einer Novelle von Tania Blixen): Dies ist einer meiner Lieblingsfilme. Für alle, die ihn noch nicht kennen. Lasst euch nicht abschrecken von den düsteren Bildern und freudlosen Gesichtern am Anfang. Das ändert sich sobald die Französin Babette (Stéphane Audran) für die nicht an Genuss gewöhnten Pietisten an den rauen Küsten Jütlands kocht. Der Film zeigt, welche verzaubernde Wirkung ein großzügiges und mit viel Liebe zubereitetes Essen haben kann. Köstlich: Die Szene nach dem Festmahl.

 

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Chocolat – ein kleiner Biss genügt

ChocolatChocolat – ein kleiner Biss genügt (GB, 2000, Regie: Lasse Hallström): Ein Film nicht nur für Schokoladenfans. Vianne Rocher (Juliette Binoche) verzaubert ein ganzes Dorf, indem sie für jeden Bewohner eine ganz persönliche Schokoladenmischung kreiert. Echter Genuss ist eine ganz individuelle Angelegenheit und verbindet Menschen, die unterschiedlicher gar nicht sein können.

 

 

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